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Geschichte der Eisenbahn in Tunesien


Tunesien ist ein Land mit einer weit zurückreichenden Siedlungsgeschichte. In das Gesichtsfeld Mitteleuropas tritt es mit der Zerstörung der großen Rivalin Roms, der Stadt Karthago, heute Vorort von Tunis. Als römische Provinz Ifrika wurde das Land christianisiert, der Kirchenvater Augustinus studierte in Tunis. Mit der Ausbreitung des Islams bis nach Spanien wurde das Land islamisch und später Teil des Osmanischen Reiches. Die mitteltunesische Stadt Kairouan war lange Zeit das geistige Zentrum des Islam und ist immer noch eine seiner vier heiligsten Städte. Ab 1705 führten die Beys das Land mehr und mehr in die Unabhängigkeit unter nominal osmanischer Oberherrschaft.

Das Jahr 1869 markiert eine kleine Zeitenwende: Am Vorabend des Deutsch-Französichen Kriegs wurde der Suezkanal eröffnet und Tunesien erklärte den Staatsbankrott. Eine internationale britisch-französisch-italienische Finanzkommission wurde gebildet. Diese drei Länder rangen um den Einfluß in Tunesien, für Italien und Frankreich war es die Gegenküste, für Großbritannien der Zugang zum Suezkanal.

Nach der Schwächung durch den Verlust von Elsaß-Lothringen suchte Frankreich dringend Erfolge im Mittelmeer. Der Bey versuchte mit einer Schaukelpolitik die Unabhängigkeit zu bewahren. Die Quellenlage zur Geschichte der Eisenbahn in Tunesien ist nicht immer eindeutig. Denn zeitgenössische Quellen berichten, was in den jeweiligen Hauptstädten gerne gelesen wurde. Manchmal widersprechen sie sich. Gesichert ist jedoch: Die erste Eisenbahnstrecke Tunesiens nahm 1872 den Betrieb auf.

Die auf den Seiten

kurzgefaßte Geschichte der Entwicklung des tunesischen Eisenbahnnetzes wurde aus den verschiedensten Quellen zusammengestellt und Widersprüche bestmöglich abgeklärt.

Die Geschichte der Eisenbahn kann nicht isoliert betrachtet werden. Wie überall, so sind auch in Tunesien die allgemeine Entwicklung und die Situation in den Nachbarländern bestimmende Faktoren. Beispielsweise:

 
 
     
© Trägerverein HST e.V.
Text und Gestaltung: Rudolf Barth