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Schienenverkehr in der Metropolregion Tunis


Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg

1885 gründete der Belgier Joseph Closon die Trambahngesellschaft Tunis TGM Stromschiene (Société Anonyme des Tramways de Tunis), die erste Pferdebahn entstand; Die erste elektrische Trambahn ging 1900 in Betrieb. Auf Überlandlinien verband die Trambahn auch La Manouba und Ariana mit der Stadt.

TGM, Besitzerwechsel, technische Probleme.

Das Streckennetz der TGM wuchs, ab 1905 erlaubte die Südstrecke über den Damm im See von Tunis die Verkürzung der Fahrzeiten. Der nächste Schritt war die Elektrifizierung. Ab 1908 konnte die TGM attraktivere Leistungen bei gesunkenem Finanzbedarf anbieten. Die damit erste elektrische Vorortbahn Afrikas nutzte 600 V Gleichstrom. Innerstädtisch kam eine Oberleitung zum Einsatz, überland eine von oben bestrichene Stromschiene wie bei der Metro Paris.

Ab 1895 begann der Bau zweier meterspuriger Eisenbahnen nach Süden und Südwesten. Die normalspurige Strecke Tunis – Hammam Lif wurde 1897 umgespurt. Sie war damit eindeutig Teil der Fernbahnen.


Zwischen den Weltkriegen und bis zum Ende des Protektorats

Tram Belvedere Obus Überall im Land war der Ausbau des Bahnnetzes im Wesentlichen abgeschlossen. Es gab nur noch einige Anpassungen. In Tunis ermöglichte die gut ausgebaute Eisenbahn einen städtischen Vorortverkehr.

Das Netz der Straßenbahn erreichte 1935 seine größte Ausdehnung, 1945 ersetzte der Obus auf der ersten Strecke die Tram. In den Folgejahren wuchs das Obusnetz zulasten der Trambahn.

Das französiche Protektorat endete 1956. Die Unabhängigkeit brachte einen demographischen Wandel. Viele Europäer kehrten dem Land und insbesondere der Region Tunis den Rücken. Aus dem Lande zogen Einheimische in den Ballungsraum.

Etwa zeitgleich begann weltweit der Siegeszug der motorisierten individuellen Möbilität. Damit ging das Interesse am Öffentlichen Verkehrs zurück. 1960 endete der Betrieb der meterspurigen Trambahn. Der Obus überlebte nur kurz, ab 1970 war der Autobus das einzige innerstädtische Verkehrsmittel. Aber, das war nicht das Ende, vielmehr begann bereits zehn jahre später ein kontinuierlicher Ausbau des verweisschienengebundenen Verkehrs in der Metropolregion Tunis.


Kartographie (Lizenz CC-BY-SA 2.3)
Historische Karten: Bertrand Bouret
Photos: Wikimedia (3) Collection personnelle Bertrand Bouret
Sammlung Gunter Mackinger (1)
© Trägerverein HST e.V.
digitale Bearbeitung, Text und Gestaltung: Rudolf Barth